Eisen-Finke stellt Insolvenzantrag
Bremen. Das unter dem Namen Eisen-Finke bekannt gewordene Unternehmen H. F. Finke GmbH & Co. hat am 2. März 2010 beim Amtsgericht Bremen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das auf die Entwicklung und den Handel von Stahlzäunen spezialisierte Unternehmen drohte zahlungsunfähig zu werden, nachdem der Versuch, eine außergerichtliche Sanierung durchzuführen, nicht zeitnah zum Abschluss gebracht werden konnte.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht den Bremer Rechtsanwalt Edgar Grönda, Schultze & Braun, bestellt. Er ist zuversichtlich, zunächst für die Dauer des Insolvenzantragsverfahrens unter Einbeziehung der wichtigsten Lieferanten die Fortführung des laufenden Geschäftsbetriebes ermöglichen zu können. Ob darüber hinaus eine Aufrechterhaltung des Unternehmens möglich sein wird, muss in den kommenden Wochen geprüft werden. „Die Insolvenzordnung ermöglicht es jedem Unternehmen, mit Zustimmung der Gläubiger im Rahmen eines gerichtlichen Reorganisationsverfahrens zu einer gesunden Basis zurückzufinden“, so Grönda. Die Aussichten dafür zu prüfen, ist Gegenstand des Insolvenzantragsverfahrens und Aufgabe des vorläufigen Insolvenzverwalters. „Es haben sich bereits erste Kontakte mit potentiellen Investoren ergeben. Voraussetzung für ein positives Ergebnis ist allerdings die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes“, so Grönda weiter.
Zurzeit beschäftigt das Bremer Traditionsunternehmen 24 Mitarbeiter und hat neben dem Hauptsitz in Bremen noch Niederlassungen in Hamburg und Bruchsal. Der Wandel von einem reinen Stahlhandel zu einem Spezialisten für Stahlzäune, den das Unternehmen in den vergangenen Jahren vollzogen hat, und die dadurch entstandenen Umstrukturierungskosten hatten ihm in erheblichem Maße Liquidität entzogen. In den letzten Monaten kam erschwerend hinzu, dass aufgrund des strengen Winters die Umsätze stark rückläufig waren.
Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind durch das Insolvenzgeld, das von der Agentur für Arbeit gezahlt wird, bis Ende April gesichert.
Kontakt zum Pressesprecher:
Mail: Presse@schubra.de, Telefon: 07841/708-0
|
Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung mbH http://www.schubra.de, Email: mail@schubra.de |