MTO Metalltechnik Offenburg GmbH ist insolvent
Offenburg. Die MTO Metalltechnik Offenburg GmbH hat am 6. Juli 2010 beim Amtsgericht Offenburg einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Stefano Buck von Schultze & Braun wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt und führt den Betrieb fort, um die Situation zu stabilisieren und Lösungsmöglichkeiten zum Erhalt des Unternehmens zu suchen.
Die MTO Metalltechnik ist spezialisiert auf die Fertigung von Präzisionsfrästeilen, die Be- und Verarbeitung von Werkstoffen, insbesondere von Metallen, sowie die Oberflächenbehandlung bzw. -veredlung durch galvanische Prozesse. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus dem bereits 1963 von der AEG Telefunken gegründeten Bereich für mechanische Fertigung. Der Betrieb investierte ständig in seine Produktionstechnologie während der Zugehörigkeit zu den Konzernen AEG, Bosch und Marconi. Schließlich wurde dieser Unternehmensbereich mit dem Kerngeschäft Fräsen und Galvanisieren im Jahr 2004 aus dem Marconi-Konzern ausgegliedert und in die Selbständigkeit überführt. Seit 2005 wurden Investitionen in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro in Hochpräzisionsfräsmaschinen und Automatisierungsanlagen getätigt. Die Kunden der MTO Metalltechnik sind derzeit schwerpunktmäßig im Bereich der Telekommunikation sowie Luft- und Raumfahrt und Maschinenbau angesiedelt.
„Der Grund für die Insolvenz von MTO liegt darin, dass der Hauptkunde des Unternehmens sehr kurzfristig ausgestiegen ist“, so Buck in einer Erklärung. Die Löhne und Gehälter der 70 Beschäftigten für den Monat Juni 2010 sind derzeit rückständig, werden aber voraussichtlich in der kommenden Woche ausgeglichen werden. „Wir haben einen Antrag auf Insolvenzgeldvorfinanzierung gestellt, so dass die Löhne und Gehälter jedenfalls bis Juli gesichert sind“, ergänzt Buck.
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